INTERAKTIVER Krönungszyklus


Geschichte des Krönungszyklus


1768 strömten zahlreiche Besucher in die Ungarische Hofkanzlei. Das Gebäude war erst kürzlich von Pacassi umgebaut worden, nun stellte man sechs großformatige Gemälde vor, die an die Krönung Maria Theresias zur Königin von Ungarn am 25. Juni 1741 erinnerten. Die Bilder wurden vom Hofmaler Franz Messmer, einem Schüler Martin van Meytens und seinem Kollegen Jacob Pohl geschaffen. Viele der Besucher im Jahre 1768 werden sich auf den Gemälden wieder erkannt haben – denn die meisten Mitglieder des Hofes Maria Theresias waren bei dem dargestellten Ereignis dabei gewesen.

Messmer und Pohl schufen eine spätbarocke Bildergeschichte. Es wurden nicht nur die wesentlichen Zeremonien und die prominenten Teilnehmer detailgetreu festgehalten, sondern auch viele nebensächliche Geschichten erzählt. Von Prügeleien um in die erste Reihe zu kommen bis hin zu abgedeckten Dächer für eine bessere Aussicht.

Der Krönungszyklus wurde 1858 aus dem Palais entfernt und deponiert. Kaiser Franz Joseph soll dies angeordnet haben, es war geplant die Gemälde in einer höfischen Residenz, vielleicht dem königlichen Schloss zu Buda, zu präsentieren. Diese Pläne wurden aber nicht umgesetzt.

Nach dem Ausgleich 1867 wurde das Palais in der Bankgasse umfassend renoviert. Im Zuge dieser Arbeiten wurden die Bilder auf jene beiden Räume verteilt, in denen sie noch heute zu sehen sind.

Das Palais der ungarischen Botschaft

1690 wurde die ungarische Hofkanzlei von Pressburg nach Wien verlegt. Die Hofkanzlei war die wichtigste Behörde des Königs und wickelte die Kommunikation des Monarchen mit allen Verwaltungsbehörden im Land ab. 1714 zog die Behörde in die Bankgasse, 1747 wurde das heutige Gebäude angekauft. Ab 1766 gestalte Nikolaus Pacassi, der Hofarchitekt Maria Theresias, die Innenräume um. Auftraggeber war der damalige ungarische Hofkanzler, Graf Franz Esterházy (1715 - 1785). Er bestellte auch die 5 großformatigen Bilder des Krönungszyklus bei den Hofmalern Mesmer und Pohl. 1783 wurde die Hofkanzlei und ein Nachbargebäude zu einem großen Gebäudekomplex vereinigt und erhielt eine neue, einheitliche Fassade. 

1848 wurde die ungarische Hofkanzlei aufgelöst, das Palais wurde von verschiedener Behörden, ab 1851 beherbergte es den österreichischen Reichsrat, ab 1860 wieder die ungarische Hofkanzlei. Nach dem Ausgleich mit Ungarn wurde das Palais die Residenz des „ungarischen Ministers am kaiserlichen Hoflager“, auch die ständigen Verhandlungen zwischen den beiden Reichsteilen fanden hier im Palais statt. Nach dem Ende der Monarchie wurde das Palais, das dem ungarischen Staat gehörte, zur Botschaft des Landes in Österreich.

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